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Avocado-Ingwer-Creme |
Die Avocado-Ingwer-Creme kann man als Brotaufstrich servieren, aber sie
passt auch sehr gut zu rohem Fisch, ob das jetzt Lachs ist,
Schwertfisch oder Thunfisch. Oder mal als Dip für gebratene Garnelen.
Man könnte auch ein paar Krabben auf ein Canapé geben und darüber ein
bisschen Creme. Das ist ja die klassische Kombination, beim
Krabbencocktail, da könnte man die Creme als Alternative zur Mayonnaise
nehmen. Wenn man sie etwas flüssiger haben will, rührt man einfach
Weinbrand rein. Selbst zu Lamm wäre die Creme eine prima Ergänzung.
Avocado ist ja wahnsinnig gesund, die schneide ich auch oft in Salat.
Oder ich mache eine Suppe daraus, mit Fisch- oder Hühnerbrühe und würze
sie ganz ähnlich wie die Creme. Wichtig ist, dass die Avocado richtig
reif ist – eine reicht für vier Personen –, nicht zu hart. Sonst packe
ich die in Zeitungspapier und lass sie darin noch mal ein paar Tage
reifen. Dann wird sie geschält und halbiert, den Kern nehme ich heraus,
die Frucht mariniere ich sofort mit Zitrone oder Limette, damit sie
nicht braun wird. Die Avocado salze ich und schneide sie in kleine
Würfel oder zerdrücke sie mit einer Gabel.
Dann nehme ich
etwas Chili, ein ganz bisschen, außerdem einen gehäuften Teelöffel
Sushi-Ingwer, der schmeckt nicht so streng wie frischer Ingwer. Den
gibt’s in jedem Asialaden; ich würde immer den gelben nehmen, nicht den
rosa. Den kann man auch schön mit Grapefruit mischen oder man macht
daraus, zusammen mit gehackter Kiwi und gewürfelten Schalotten, eine
Art Chutney oder Confit. Für die Creme hacke ich den Sushi-Ingwer
klein, in ganz feine Würfel und dazu kommt eine Schalotte, auch klein
gewürfelt. Das alles verrühre ich und würze es mit gestoßenem Pfeffer
und ein bisschen Mehrsalz.
Wenn ich die Creme als Aufstrich
serviere, würde ich dazu immer dunkles Brot nehmen, kein helles. Also
Vollkornbrot zum Beispiel oder aber Pumpernickel, das weicht nämlich
nicht so schnell durch.
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 10.02.2008)
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