|
|
 |
|

|
Kürbis-Chilli-Suppe |
Bei der Suppe hat man eine schöne Kombination aus Süße, Schärfe und
fruchtiger Frische. Ich nehme dafür einen ganzen, kleinen
Hokkaido-Kürbis, den mag ich lieber als den Muskatkürbis, der hat so
einen feinen nussigen Geschmack, auch die Farbe ist intensiver. Den
schneide ich erst mal in Achtel und lege die Stücke – mit Schale, nur
die Kerne nimmt man raus – leicht gesalzen, mit ein bisschen Walnussöl
gewürzt, auf ein Blech. Im Ofen wird das dann gegart, etwa 20, 25
Minuten bei 160 Grad.
Als Basis für die Suppe schwitze ich
erst mal zwei klein geschnittene Schalotten mit einem Lorbeerblatt an,
zusammen mit dem klein geschnittenen Kürbis; ich schneide die Schale
noch ab, manche lassen sie aber auch dran. Dazu kommt Mandel-, Kokos-
oder Amarettosirup, den kriegt man inzwischen in jedem Getränkeladen
oder Coffeeshop, ungefähr 2 cl, außerdem eine Chilischote, zwei
ausgepresste Zitronen oder, noch besser: Limetten. Das wird aufgefüllt
mit einem halben Liter Kokosmilch und einem halben Liter Gemüsebrühe.
Das Ganze wird aufgekocht, dann mit dem Zauberstab püriert und danach
durch ein Sieb passiert. Bei der Schärfe muss jeder selber gucken, wie
er’s mag. Manche nehmen zwei Chilischoten, wobei die getrockneten immer
schärfer als die frischen sind.
Beim Servieren kommt der Clou
obendrauf: ein paar zerbröselte Amarettikekse, sagen wir insgesamt zwei
Esslöffel, die gehackten Blätter von einem Zweig Minze und etwas
geriebener Parmesankäse. Das muss Sie nicht wundern, bei Ravioli, mit
Kürbis gefüllt, serviert man ja auch Parmesan dazu. Dieses Trio gibt
der Suppe was Raffiniertes. Und es sieht sehr hübsch aus, mit den
Farben: orange, gelb, grün, braun.
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 09.12.2007)
|
|
 |
|
|
 |