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Maissuppe mit Chorizos |
Im Herbst kann man ja richtige Maiskolben vom Bauern nehmen für die
Suppe – oder man kauft tiefgekühlte. Aber Mais aus der Dose geht auch,
da reicht eine kleine für vier Personen. Bei den Kolben (zwei bis drei)
zupfe ich die Blätter ab, wasche den Mais noch mal gut ab, die Körnchen
werden mit dem Messer abgeschabt. Eine halbe mehlig kochende Kartoffel
kommt in Würfeln dazu, die gibt eine schöne Bindung, da brauche ich
kein Mehl mehr.
Zwei Schalotten werden gewürfelt und zusammen mit einem Lorbeerblatt
und dem Mais in Butter angeschwitzt. Danach wird das Ganze mit gelbem
Curry und Zucker bestäubt, jeweils ein Teelöffel voll, das wird dann
leicht karamellisiert. Jetzt kommt noch eine halbe Chilischote, klein
geschnitten, dazu. Das Ganze wird aufgegossen mit 0,2 Liter Kokosmilch
und 0,4 Liter Gemüsefond und ungefähr eine Viertelstunde lang schön
geköchelt, mit Salz abgeschmeckt und püriert und passiert, dann hat man
eine feine Suppe. Oder man isst es so, wie es ist, wie einen Eintopf.
Als Suppeneinlage nehme ich zwei Chorizos, die kommen für zehn Minuten
bei 180 Grad in den Ofen. Die Wurst ist sehr fettig, das Öl, das beim
Braten rausläuft, gebe ich später auch in die Suppe, das hat viel
Geschmack; die Chorizos selbst werden in kleine Würfel geschnitten und,
vielleicht noch mit ein paar Maiskörnern, in die Suppe gegeben.
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 11.01.2009)
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