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Mönchskäsevinaigrette |
Die Vinaigrette erinnert ein bisschen an den Caesar’s Salad, nur dass
man da Parmesan nimmt und hier Tête de Moine rein kommt, das ist mal
was anderes: Mönchskäse, ein kräftiger Käse aus der Schweiz. Mit einer
Art Hobelmaschine, die man im Kreis dreht, kann man den in Scheiben
schneiden, die sich dann zu schönen Rosetten aufrollen.
In diesem Fall verblüht die Schönheit allerdings schnell: Ich mache den
Käse (100 Gramm für vier Leute) im Wasserbad warm, das heißt ich fülle
etwas Wasser in einen Topf und setze einen zweiten, etwas kleineren
darein und lass den Tête de Moine darin schmelzen. So brennt er nicht
an. Wenn er richtig flüssig ist, rühre ich einen Teelöffel Sauerrahm
darunter, der gibt auch eine gewisse Bindung, dazu kommen ein paar
Esslöffel Gemüsefond, und wenn ich den nicht habe, einfach Wasser, drei
Esslöffel, würde ich sagen. Das Ganze rühre ich mit einem Schneebesen
glatt, dazu kommen zwei Teelöffel Schnittlauch, ein Teelöffel gehackte
Schalotte, etwas Olivenöl, 4cl, und 2cl heller Essig – weißer
Balsamico, Weißwein- oder Sherryessig. Das Ganze soll eine homogene
Masse bilden. Wenn die Sauce zu dick ist, gebe ich einfach noch etwas
Wasser oder Brühe dazu.
Das Gute ist: Ich kann die Vinaigrette vorbereiten, in den Kühlschrank
stellen und am nächsten Tag noch mal mit dem Zauberstab aufmixen. Dann
nimmt man einfach von vornherein ein bisschen mehr Flüssigkeit. Die
Vinaigrette hält sich sogar eine Woche im Eisschrank. In dem Fall würde
ich nur den Schnittlauch und die Zwiebeln erst mal weglassen und vor
dem Servieren erst dazugeben.
Die Sauce passt sehr gut zu Römersalat, auch zu Kopf- oder
Eisbergsalat, auf jeden Fall was Festes – Chicoree oder Radicchio sind
auch schön. Man kann die Vinaigrette auch gut lauwarm darübergeben.
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.08.2007)
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