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Thailändischer Salat |
Das ist einer der schnellsten Salate, die man in Asien bekommt. Als
Gemüse nehme ich eine Karotte, Frühlingszwiebeln, eine rote Zwiebel,
dazu einen Zweig Thaibasilikum und drei Zweige Koriander, eine halbe
rote Chilischote, einen Esslöffel geschälte Erdnüsse und eine Stange
Staudensellerie. Gerne auch drei Stück Thailauch, den kriegt man im
Asia-Supermarkt. Aber da kann man nach dem eigenen Geschmack gehen oder
danach, was im Kühlschrank ist. Jedes Gemüse passt: Paprika,
Blumenkohl, Brokkoli, auch ein Apfel oder eine Mango eignen sich. Die
Erdnüsse werden mit dem Hackbeil zerkleinert, dafür wickelt man sie
zuerst ins Handtuch, sonst fliegen sie einem weg. Der Rest wird fein
geschnitten und kommt mit den Erdnüssen in eine große Bratpfanne oder
in den Wok, kurz mit Sesamöl angeschwitzt, bloß eine Minute bei hoher
Hitze, das reicht schon. Jetzt gebe ich Sojasoße dazu – je zwei
Esslöffel salzarme, die ist hell und sehr flüssig, und süße, die heißt
Ketchup mani. Dazu noch den Saft einer Zitrone, und schon kommt das
Gemüse wieder raus aus Wok oder Pfanne.
Als Nächstes nehme ich Filet vom Angusbeef oder normales Rinderfilet,
ungefähr ein Pfund für vier Personen, das soll ruhig eine richtige
Portion sein, das schneide ich in ganz dünne Streifen wie
Geschnetzeltes. Auch das Fleisch wird nun in einer heißen Pfanne in
Sesamöl ganz schnell gebraten, 30 Sekunden nur, mit Salz und Pfeffer
und ein bisschen Curry gewürzt, man kann Pulver nehmen oder auch grüne
Currypaste. Das Fleisch wird dann noch heiß unter den warmen Salat
gemengt. Ein paar frische Kräuter kann man auch dazugeben. Der Salat
wird lauwarm serviert.
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 08.03.2009)
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