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Habsburger Kartoffelpüree |
Habsburger Kartoffelpüree, das hab ich vor 20 Jahren schon
gekocht, und da wurde das so genannt. Keine Ahnung, woher der Name
kommt.
Für vier Personen brauchen wir ein Pfund mehlige Kartoffeln, ich krieg
meine immer vom Bauern, der bringt mir alle zwei Wochen welche vorbei.
Die schäle und viertele ich und koche sie in Salzwasser gar. Nicht zu
viel Salz nehmen, weil noch Speck ins Püree kommt. Die Kartoffeln gieße
ich dann ab und drücke sie durch eine Quetsche. Dann nehme ich 80 Gramm
Pancetta in Würfeln. Der Speck wird in etwas Butter langsam angebraten.
Jetzt schneide ich eine halbe Gemüsezwiebel in Würfel und dünste sie
mit an, dass sie schön glasig wird. Die gequetschten Kartoffeln werden
dann mit Speck und Zwiebeln und ein bisschen heißer Vollmilch, so 0,1
l, vermischt. Das wird schön verrührt, dazu kommt noch etwas gehackter
Schnittlauch und glatte Petersilie. Das Ganze wird mit ein bisschen
Selleriesalz oder Rauchsalz abgeschmeckt, damit würze ich auch gern
eine gute Consommée.
Zu dem Habsburger Kartoffelpüree passen gut Pilze oder ein schönes
Steak, ein Lammkotelett, auch Bouletten. Der Brei ersetzt da die Sauce.
Oder Sie nehmen ein Kalbskotelett, aber panieren es nicht mit den
üblichen Semmelbröseln, sondern nehmen Panko, das sind asiatische
Weißbrotkrümel, die man in jedem Asiashop kriegt, die machen die Panade
noch knuspriger. Wenn Sie noch frisch gehackte Kräuter, Thymian,
Rosmarin oder Oregano daruntergeben, wird das Ganze schön herzhaft.
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 17.01.2010)
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