|
|
 |
|

|
Orientalische Kichererbsensuppe |
Für vier Personen weiche ich 250 Gramm Kichererbsen über Nacht in
Wasser ein. So wie man das bei braunen Linsen macht, bei gelben braucht
man das nicht, die kann man gleich ansetzen. Aber wenn man Kichererbsen
in einer heißen Pfanne brät, dann springen die hoch – und kichern.
Also: Die werden gut gewässert, und am nächsten Tag nimmt man 60 Gramm
geräucherten Speck, eine Zwiebel und eine mehlige Kartoffel. Das wird
alles schön klein geschnitten und dann zusammen mit einem Lorbeerblatt
und den Kichererbsen in Pflanzenfett angeröstet. Das Gemüse bestäubt
man mit einem Teelöffel Raz el Hanout und einem halben Teelöffel
Berbere. Für Curryliebhaber wie mich ist Raz el Hanout ein Muss; das
ist eine Gewürzmischung von Ingo Holland, aber inzwischen gibt es die
auch von anderen Herstellern. Wir arbeiten schon seit ein paar Jahren
damit, für mich ist das das Gewürz der Zukunft; Berbere ist schärfer,
da ist mehr Chili drin. Man kann aber auch nur Raz el Hanout nehmen
oder eine Curry-Gewürzmischung, in der Kreuzkümmel und Kumin sehr
ausgeprägt sind. Dann gießt man das Ganze mit einem Liter Gemüsebrühe
auf und lässt die Suppe 20 Minuten kochen. Dazu kommt ein halber Liter
Kokosmilch und ein halbes Bund Koriander, eventuell ein halber
Teelöffel Zucker und eine frisch gepresste Zitrone. So, die Suppe mixe
ich auf und passiere sie, schmecke ab, würze mit Rauchsalz – vielleicht
will man noch ein paar frische Kräuter reingeben, etwas Ingwer. Dann
ist die Suppe an und für sich schon fertig.
Holger Zurbrüggen kocht in seinem Restaurant Balthazar am Kurfürstendamm.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 08.11.2009)
|
|
 |
|
|
 |